
Geschichte: das erste Jahr der Gruga
Die Gruga im ersten Jahr - 1929
Als die "Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung" am 13. Oktober 1929 zu Ende ging, hatten etwa 2 Millionen Menschen den blühenden Garten mitten im Industriegebiet bestaunt. Sonderzüge aus Berlin und München, Belgien und Holland brachten die Besucher zu dem gärtnerischen Ereignis des Jahres, das sich auch Prominente wie der Dichter Gerhart Hauptmann, die Kronprinzessin Cecilie oder der Filmstar Willy Fritsch nicht entgehen ließen. Kohle, Krupp und Gruga - lange Zeit untrennbar mit Essen verbundene Begriffe.
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Auf etwa 25 ha präsentierten die Aussteller vom Draht bis zum Wochenendhaus, vom Frühgemüsebau bis zu rauchempfindlichen Pflanzen den neuesten Stand des Gartenbaus. Hauptattraktion war jedoch die aufwändig gestaltete Gartenarchitektur: So etwas hatte man noch nicht gesehen. Über knirschenden Kies flanierten die Besucher entlang der weitläufigen Sommerblumenterrassen zur kreisrunden Dahlienarena, hörten Musikübertragungen vor dem Radioturm (heute: Grugaturm) und bewunderten die verschwenderisch installierten Wasserkunstanlagen.
Das Rosencafé und die Gruga-Terrassen luden zu Kaffee, Kuchen und Tanz ein. Wenn es dunkel wurde, lockte die Gruga in lauen Sommernächten die Pärchen und Spaziergänger zu den bengalisch beleuchteten Wasserspielen und Brunnen.
Bereits Ostern 1930 öffneten Grugapark und Botanischer Garten wieder. Kaum etwas hatte sich verändert, selbst die Sondergärten blieben größtenteils bestehen. Die Ausstellung war beendet, von nun an besaßen die Essener einen Volkspark - die Gruga.









