Geschichte: Die 30er Jahre
Das Blumenwunder an der Ruhr - Die Reichsgartenschau 1938
Die Gruga blieb auch zu Beginn der 30er Jahre ein Besuchermagnet. Überlegungen zur Erweiterung des Volksparks existierten bereits, scheiterten aber an der sich zunehmend verschlechternden wirtschaftlichen Situation. Wieder verhalf eine Garten-Ausstellung zur Umsetzung der Pläne, diesmal veranstaltet von den nationalsozialistischen Machthabern. Zusammen mit dem Reichsnährstand Berlin führte die Stadt Essen von April bis Oktober 1938 die "2. Reichsausstellung des deutschen Gartenbaus" durch. Gruga und Botanischer Garten blieben nahezu unverändert erhalten. Neu hinzu kamen der Keramikhof und der Große Blumenhof. Damit hatte sich das Ausstellungsgelände mit einer Größe von nunmehr 47 ha fast verdoppelt. Neue Attraktionen wie die dampfbetriebene Liliputbahn, ein Kinderzoo, der tägliche Frühsport um 7 Uhr und die stimmungsvollen Abendveranstaltungen ließen den Parkbesuch für fast 3 Millionen Menschen zu einem Erlebnis werden.