Geschichte: die Gruga-Baustelle
Frost und Streik: die Gruga-Baustelle (1927-1929)
Im Oktober 1927 begannen die Bauarbeiten. Finanziert wurde das Projekt über die "produktive Erwerbslosenfürsorge": Arbeitslose verbesserten damit ihre Unterstützung und erhielten Arbeit für ein halbes Jahr. So entstanden auch der Baldeneysee (1932) und die Schillerwiese (1924-26). In den nächsten zwei Jahren arbeiteten bis zu 1000 Erwerbslose daran, die Brachfläche in eine grüne Gartenlandschaft zu verwandeln. Sie pflanzten 130.000 Sommerblumen, 70.000 Rosen und 12.000 Dahlien.
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Von Essens Alleen aus gelangte jeder zweite junge Baum in die Gruga. Über 80.000 cbm Erde mussten bewegt werden, wobei den Arbeitern nur eine Schaufel und das allernötigste Werkzeug zur Verfügung gestellt wurde. Die Bauarbeiten verliefen nicht ohne Probleme. Im Winter 1928/29 setzte starker Frost ein. Setzlinge erfroren, Bäume barsten und schließlich musste die Eröffnung von Mai auf Ende Juni verschoben werden. Zusätzlich sorgte ein Streik unter den Notstandsarbeitern für Tumulte: der Wochenlohn von 34 Reichsmark konnte nur noch unter Pistolen-Schutz ausgezahlt werden.
Pünktlich zur Eröffnung am 29. Juni 1929 strahlte die Sonne vom Himmel. Sie schien 100 Tage lang und im Ruhrgebiet sprach man bald vom "Grugawetter“.









