Mai bis Oktober 2010
Kreisimkerverband
Einblicke in das Leben der Honigbienen gibt der Bienen-Lehrstand des Kreisimkerverbands Essen in der Mustergartenanlage. Beobachten eines Bienen-Schauvolkes, Honigschleudern und Verkosten ist hier möglich.
Von Mai bis September ist der Bienen-Lehrstand an Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen - auch außerhalb der Öffnungszeiten - können beim Kreisimkerverband unter Tel. 0177 - 21 55 722 (Olav Möllemann) oder über die Schule Natur, Tel.: 0201 / 8883124, gebucht werden.
Süss & Gesund – Der Honig aus dem Grugapark
Besuchen Sie den Bienen-Lehrstand im Grugapark. Dort können Sie mehr über Bienen und die Imkerei erfahren und den Bienen im Schaukasten bei der Arbeit zusehen. Wenn Sie im Sommer Glück haben, können Sie sogar beim Honigschleudern zusehen. Im Infozentrum Orangerie kann auch Honig aus dem Grugapark erworben werden.
Der Honig gehört seit Tausenden von Jahren zu den wichtigsten Nahrungs- und Heilmitteln. Er diente zum Süßen der Speisen, schon bevor es den Zucker gab. Daß der Honig von den Bienen stammt, ist bekannt, den mühsamen Weg seiner Gewinnung kennen die meisten jedoch nicht. Im Bienen-Lehrstand im Grugapark, der seit 30 Jahren besteht, läßt sich während des Sommerhalbjahres das geheimnisvolle Volksleben der Bienen beobachten. Die ausschwärmenden Bienen sind die Arbeiterinnen, die unermüdlich damit beschäftigt sind, Nektar zu sammeln und gleichzeitig die Pflanzen im Park zu bestäuben.
Im Stock angekommen, würgen die Sammelbienen den Nektar aus ihren Honigmägen wieder hoch und übergeben ihn an andere Arbeitsbienen. Dadurch, daß der Nektar im warmen Bienenstock mehrmals von Biene zu Biene weitergegeben wird, verdunstet das in ihm enthaltene Wasser. So wird der Nektar verdickt, mit bieneneigenen Fermenten versetzt und letztendlich als Honig in den Waben eingelagert.
Wann das Bienenvolk die Herstellung des Honigs abgeschlossen hat, sehen die Imker an den Honigwaben, die dann mit Wachs verdeckelt sind. Bei der Ernte des Honigs müssen sich die Imker nicht einmal mit einer Kräuterpfeife und Hut schützen, denn die hier lebende Rasse ist nicht aggressiv. Das Leben der Bienen und den Weg der Honiggewinnung erläutem die Imker regelmäßig Schulkindern, die dann meist so fasziniert wie sie selbst sind. Regelmäßig besucht auch die Schule Natur den Bienen-Lehrstand. Ein Volk von 30.000 bis 50.000 Bienen produziert durchschnittlich 10 bis 12 kg Honig pro Jahr. Daß der Honig aus dem Grugapark so schmackhaft ist, erklärt sich dadurch, dass es sich um Nektarhonig von vielen verschiedenen Blütenarten handelt.
Nicht nur für den hervorragenden Geschmack, sondern auch für seine Heilwirkung ist der Bienenhonig schon seit der Antike bekannt. Damals verwendete man ihn z.B. als Wundauflage, heute wird er in Naturheilkliniken bei Mund-und Rachenentzündungen, Durchblutungsstörungen, Schädigungen nach Infektionskrankheiten oder Infarkten und bei Bluthochdruck eingesetzt. So ist die Biene nicht nur wichtige Blütenbestäuberin und Lieferantin dessen, was seit Anbeginn der Menschheit der Inbegriff für süß ist, nämlich des Honigs, sondern auch eine Produzentin von Heilmitteln.






















