Kunstpatenschaften
Eine über Jahrzehnte aufgebaute Beziehung, die so manch einer bei seinen Spaziergängen durch den Park aufgebaut hat, lässt sich weiter vertiefen. Das Projekt Kunstpatenschaften ermöglicht es dem Besucher, die jeweilige Lieblingsskulptur für die Dauer eines Jahres zu seinem ganz persönlichen "Patenkind" zu erklären.
Mit einer Patenschaft wird die Pflege des Kunstobjektes und seines Umfeldes, die Restaurierung und nicht zuletzt der Erhalt der Skulptur
gewährleistet. Andere Städte wie z.B. Münster machen es vor: Hier existiert das Projekt "Kunstpatenschaft" seit 2006 mit solch einem Erfolg, dass sich die Bürger und Firmen bereits in Wartelisten eintragen lassen. Die Skulpturensammlung Grugapark umfasst derzeit 42 Exponate. Namhafte nationale und internationale Vertreter figürlicher und abstrakter Bildhauerkunst wie Henry Moore, Auguste Rodin oder das Künstlerehepaar Matschinsky-Denninghoff erheben den Grugapark in den Rang eines erstklassigen Skulpturenparks.
Der ungeschützte Standort im Grünen fernab musealer Schutzräume hinterlässt im Laufe der Jahrzehnte Spuren an den Kunstobjekten, die meistens von einem besonderen Reiz sind, manchmal aber ein schönes Gesicht entstellen können. So leidet z.B. eine der bekanntesten und beliebtesten Skulpturen des Parks, die "Große Badende", unter den Hinterlassenschaften der zahlreichen Vögel des Waldsees. Ihr schönes bronzenes Haupt wird durch den aggressiven Vogelkot verunstaltet und die Oberfläche zunehmend angegriffen. Steinskulpturen wie der "Faun" von Klaus John oder der Kohlenträger von Bruno Krell weisen die üblichen witterungsbedingten Beschädigungen wie z. B. Bemoosung auf. In diesen Fällen könnten die Kunstpatenschaften die Reinigung der Skulpturen ermöglichen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, eine Skulptur mit Hilfe der Kunstpatenschaft zu neuem Leben zu erwecken. Der bronzene "Trinkbrunnen" von Kurt Link im Musikgarten spendete sein Wasser anlässlich der Bundesgartenschau 1965.Doch aus Kostengründen versiegte diese Quelle schon bald wieder. Eine Patenschaft würde die ursprüngliche Funktion dieser Skulptur wieder herstellen und den "Trinkbrunnen" wieder sprudeln lassen.
Da die Patenschaften unterteilt werden in Pflege- und Restaurierungspatenschaften können sich nicht nur Firmen als Sponsoren einer Skulptur annehmen sondern auch Privatpersonen.
Informationen zum Thema Kunstpatenschaft erteilt Projektleiterin Dr. Julia Ruether, Telefon: 0201 / 88 83 115.







