© M. Gülpen


Leitbild

„Wissen macht Spaß“

Die Schule Natur entstand 1995 als Parkschule im Grugapark Essen und ist heute als Bestandteil von Grün und Gruga, Fachbereich der Stadt Essen, auch außerhalb des Grugaparks in Essener Wäldern und Parks tätig. Sie steht als städtische Einrichtung für qualitätsvolle Umweltbildung in Essen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Nach dem Motto “Natur erleben und verstehen“ möchten wir Menschen für Umwelt und Natur begeistern, ihren Blick für die kleinen und großen Dinge in der Tier-, Pilz- und Pflanzenwelt schärfen, so dass sie deren Wert schätzen lernen. Bei den Veranstaltungen sind die Teilnehmer mit allen Sinnen aktiv, erleben und verstehen praxisnah ökologische Zusammenhänge und lernen den Einfluss des Menschen auf Natur und Umwelt zu hinterfragen. Mit der Schule Natur werden die Teilnehmer zu Forschern und erfahren dabei "Wissen macht Spaß".

Ziele

Durch den direkten Kontakt zur Natur in allen Jahreszeiten möchten wir den (Stadt-) Menschen wieder bewusst machen, dass „Draußen-Sein“ ein Teil unseres Lebens ist und unsere Lebensqualität positiv beeinflusst. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, die Natur mit Freude und Neugier zu erleben, um daraus eine eigene Motivation für nachhaltiges, umweltbewusstes Denken und Handeln zu entwickeln.

Bei den Teilnehmern soll das Interesse geweckt werden, Themen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und kritisch zu hinterfragen. Darüber hinaus möchte die Schule Natur als außerschulischer Lernort eine Quelle für Lernmotivation und Lernerfolg in den naturwissenschaftlichen Fächern sein und im Schulalltag noch stärker integriert werden.

Zielgruppen

Das Angebot der Schule Natur richtet sich an alle Menschen, an Kinder im Kindergartenalter, Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Schulformen, junge Erwachsene in der Berufsausbildung und im Studium, Mitarbeiter von Firmen, Multiplikatoren, Familien sowie interessierte Erwachsene jeden Alters und aus jedem Kulturkreis.

Arbeitsweise

Die Vielseitigkeit des Grugaparks mit seinen Pflanzenschauhäusern, Teichanlagen, Rasen- und Wiesenflächen, Tiergehegen, der Bauernhofanlage mit alten Nutztierrassen, aber auch die verschiedene Wald- und Grünflächen außerhalb des Parks ermöglichen ein äußerst breitgefächertes Bildungsangebot. Die Anleitung erfolgt durch Fachleute – Biologen, Ökologen, Agrar- und Forstingenieure – die einen anderen Blick auf die Dinge vermitteln, als in der Schule oder im täglichen Leben. Entsprechend werden bewusst andere Lernmethoden eingesetzt als in der Schule. Dennoch besteht ein klarer Bezug zum Lehrplan.

Die Schule Natur als außerschulischer Lernort

Befragt man jüngere Schülerinnen und Schüler nach dem Besuch eines außerschulischen Lernorts nach dem dort „Gelernten“, wird man feststellen, dass die Veranstaltung häufig gar nicht als Lernsituation empfunden wurde oder sogar nicht direkt mit „Lernen“ in Verbindung gebracht wird. Das mag zunächst erstaunen, ist aber ein Ausdruck dafür, wie stark sich die erlebte Lernsituation vom gewohnten Schulalltag unterscheidet. Am außerschulischen Lernort Erlebtes und Erfahrenes bleibt aber ungewöhnlich stark im Gedächtnis. Es kann noch lange Zeit später erstaunlich korrekt wiedergegeben werden.

Wenn die Schule für eine Exkursion verlassen wird, schafft dies bei den Schülerinnen und Schülern eine besondere Atmosphäre und eine Erwartungshaltung. Dies bewirkt, dass die Lerngruppe bereits neugierig am außerschulischen Lernort eintrifft. Es führt in der Regel auch zu einem hohen Maß an Aufmerksamkeit, die genutzt werden kann, um Lerninhalte effektiver zu vermitteln.

Durch die direkte Begegnung mit Naturobjekten wird das Interesse der Schülerinnen und Schüler geweckt. Sie können Lebewesen in ihrer natürlichen Umgebung erleben und eine wirklichkeitsgetreue Vorstellung über deren Vorkommen und deren Rolle im Ökosystem entwickeln. Sie werden dazu motiviert, sich näher mit dem Lerngegenstand zu beschäftigen und ihn in direkter Begegnung mit verschiedenen Sinnen zu erfahren. Den Lehrpersonen sollte bewusst sein, dass beim Besuch eines außerschulischen Lernortes mit vielleicht 1,5 bis 4 Zeitstunden nur ein begrenztes Wissen vermittelt werden kann. Dennoch prägt sich dieses stärker bei den Schülerinnen und Schülern ein, weil es durch direkten Kontakt und nicht verbal oder medial vermittelt wurde. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erreichen, können die Inhalte der Veranstaltungen im Vorfeld zwischen Lehrperson und der Schule Natur abgestimmt und von den Lehrpersonen in der Schule vorbereitet werden. Während der Veranstaltung sollten die Lehrpersonen den Verlauf der Diskussion genau verfolgen, damit die Inhalte, die aus Sicht des Lehrplans während der Veranstaltung nicht behandelt wurden, später im Unterricht nachgearbeitet werden können. Im Idealfall können die Lehrerinnen und Lehrer dies mit gesteigerter Motivation und gesteigertem Interesse der Schülerinnen und Schüler tun.

Außerschulische Lernorte im Bildungssystem können eine wesentliche Quelle für Lernmotivation und Lernerfolg in den naturwissenschaftlichen Fächern sein. Unsere Gesellschaft ist im internationalen Wirtschaftsgefüge auf die stetige Entwicklung von Innovationen angewiesen. Hierfür werden Schulabsolventen mit einer starken Motivation zu forschendem, wissenschaftlichem Arbeiten benötigt. Unser Bildungssystem sollte alle Chancen nutzen, bei Kindern das Interesse am Wissenserwerb durch Analysieren und Experimentieren sowie ihre Fähigkeit zu analytischem Denken zu wecken und zu fördern. Das setzt voraus, dass die Lerninhalte möglichst interessant und motivierend vermittelt werden. Schulen sollten deshalb die wertvollen Ressourcen außerschulischer Lernorte, die durch die öffentliche Hand oder private Träger geschaffen werden, intensiv für qualitätsvolle Bildung nutzen.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Die Schule Natur fördert den respektvollen Umgang mit Menschen, Tieren, Pflanzen und allen anderen Lebewesen. In den Veranstaltungen werden soziale Kompetenzen wie vorrausschauende Planung oder die Fähigkeit zur Konfliktlösung gestärkt. Die Teilnehmer lernen durch aktives Beobachten, Sammeln und Messen verschiedene Fragestellungen zu erkennen, zu beschreiben und nach Lösungen zu suchen. Auf diese Weise soll das eigenverantwortliche Denken gefördert werden. Durch Anleitung zu einem verantwortungsvollen, ressourcenschonenden und nachhaltigen Umgang mit der Natur möchten wir die Teilnehmer motivieren, sich ihrer Verantwortung für ihre Lebensumgebung bewusst und selbst aktiv zu werden. Dabei sollen Dimensionen und Möglichkeiten des eigenen Handelns aufgezeigt werden. Aber auch die Erfordernisse, Veränderungen auf der gesellschaftlichen Ebene herbeizuführen, werden erkennbar. Das erforderliche Umdenken und Umlenken im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung stellt eine Chance für Veränderungen dar und sollte nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung verstanden werden.

Die Schule Natur als städtische Einrichtung

Die Schule Natur nutzt als außerschulischer Lernort die wertvollen „grünen“ Ressourcen, die durch die öffentliche Hand in Essen unterhalten werden, für qualitätsvolle Bildungsangebote. Sie fördert ein positives Verständnis für das Handeln der Akteure im städtischen Grün. Aus Kindern werden mündige Bürger, Entscheidungsträger und vielleicht Politiker. Die Schule Natur bietet handlungsorientierte und spannende Angebote im Grugapark, in den Essener Wäldern und Parkanlagen und im eigenen Wohnumfeld an und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Mit ihren Angeboten möchte die Schule Natur die Verbundenheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihrem Lebensumfeld fördern.

Anmeldung

Förderung

Die Schule Natur ist BNE-zertifizierte Einrichtung und Regionalzentrum im Landesnetzwerk Bildung für Nachhaltige Entwicklung Zukunft Lernen NRW, gefördert vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW.

Die Schule Natur ist Regionalzentrum im Landesnetzwerk Bildung für Nachhaltige Entwicklung Zukunft Lernen NRW.

Die Schule Natur ist BNE-zertifizierte Einrichtung.

Die Schule Natur wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW.

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