© M. Gülpen


Baumwolle - weißes Gold

Übersicht

Zielgruppe: Sekundarstufe I (ab Klasse 7) und Sekundarstufe II
Dauer: 3 Stunden
Jahreszeit: ganzjährig möglich
Kursgebühren: 3-stündiger Kurs: 8,- € pro Teilnehmendem, mindestens 160,- €
pro Gruppe / Klasse (bei weniger als 20 Teilnehmenden)

BNE-Gehalt: ***

Inhalte

  • Nachhaltige Baumwolle
  • Faire Arbeitsbedingungen
  • Umwelt- und Ressourcenschutz
  • Bewusster Konsum




Baumwolle ist eine der ältesten und bedeutendsten Handelspflanzen der Welt. Bis heute sichern rund 100 Millionen ländliche Haushalte ihren Lebensunterhalt durch den Baumwollanbau. Gleichzeitig werden T-Shirts und Jeans für Konsument*innen immer günstiger – oft auf Kosten der Menschen in den Anbauregionen und Produktionsländern. Prekäre Arbeitsbedingungen, ökologische Belastungen und schwankende Weltmarktpreise prägen vielerorts die Realität.




Ökologische und soziale Herausforderungen entlang der Wertschöpfungskette
In unserer Veranstaltung „Baumwolle – weißes Gold“ nehmen wir die gesamte Textilwertschöpfungskette in den Blick – vom Anbau der Baumwoll-Pflanze bis zum fertigen Kleidungsstück.

Der erste Teil widmet sich den ökologischen und wirtschaftlichen Folgen des konventionellen Baumwollanbaus. Intensiver Pestizid- und Düngemitteleinsatz sowie großflächige Monokulturen gefährden Böden, Biodiversität und Ökosysteme – und damit das „Leben an Land“ (SDG 15). Gleichzeitig wirken sich diese Praktiken direkt auf die Gesundheit von Kleinbauern und ihren Familien aus (SDG 3).



Auch der enorme Wasserverbrauch, etwa im Gebiet des Aralsees, macht deutlich, wie stark Baumwollanbau Wasserressourcen beansprucht. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser ist daher essenziell für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen SDG 6.

Ökonomisch stehen viele Kleinbäuerinnen und -bauern unter starkem Druck: schwankende Weltmarktpreise und hohe Kosten für Hybridsaatgut gefährden ihre Existenzsicherung und Ernährungssicherheit – Kernanliegen von SDG 1 und SDG 2. Wir beleuchten, welche Rolle Fair-Trade-Modelle, Bio-Zertifizierungen und Kooperativen spielen können, um Einkommen zu stabilisieren und nachhaltige Produktionsweisen zu fördern (SDG 12).



Von Fast Fashion zu fairem Konsum

Im weiteren Verlauf richten wir den Blick auf unseren eigenen Kleiderkonsum. Schnell wechselnde Modetrends und eine globale Billigpreispolitik (Fast Fashion) beeinflussen Arbeitsbedingungen und Gesundheit von Menschen in Produktionsländern (SDG 3) maßgeblich. Menschenwürdige Arbeit und faire Löhne (SDG 8) sind jedoch grundlegende Voraussetzungen für eine gerechte Textilproduktion.

Gemeinsam verfolgen wir die „Weltreise eines T-Shirts“, lernen Nachhaltigkeitssiegel kennen und entwickeln Orientierung im Label-Dschungel.



Durch die Reflexion unseres eigenen Lebensstils werden konkrete Alternativen sichtbar: Second-Hand-Käufe, Kleidertausch, Reparatur oder Slow und Fair Fashion sind praktische Beiträge zu nachhaltigem Konsum und verantwortungsvoller Produktion (SDG 12).

Mit unserem Bildungsangebot "Baumwolle-weißes Gold" möchten wir Zusammenhänge verständlich machen, zum Nachdenken anregen und dazu ermutigen, bewusste Entscheidungen im Umgang mit Kleidung zu treffen.



SDGs

Sustainable Development Goals: Ziele für nachhaltige Entwicklung

1 - Keine Armut
2 - Kein Hunger
3 - Gesundheit und Wohlergehen
6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
8 - Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftwachstum
12 - Nachhaltige/r Konsum und Produktion
15 - Leben an Land

Die Schule Natur ist Regionalzentrum im Landesnetzwerk Bildung für Nachhaltige Entwicklung Zukunft Lernen NRW.

Die Schule Natur ist BNE-zertifizierte Einrichtung.

Die Schule Natur wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW.

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